Abluft
Die Abluft aus Klimatisierung und industriellen Prozessen enthält Stoffe, welche in der Regel entfernt werden müssen. Einerseits können die Stoffe schädlich für Menschen, Flora und Fauna (Feinstaub, Chemikalien, teilverbrannte Chemikalien) sein, andererseits behindern sie verfahrenstechnische Prozesse, wenn man den Wärmegehalt der Luft noch nutzen will. Dazu zählen die Verschmutzung von Wärmeübertragern, die Erosion von Rohrleitungen bei der Durchleitung von Partikeln, und die Korrosion durch die Bildung von aggressivern Kondensaten, welche sich bei dem Entzug von Wärme aus der Abluft bilden können.
Die abzutrennenden Stoffe können in fester (Partikel), flüssiger (Aerosole. Dämpfe) oder gasförmiger Form (leicht flüchtige Chemikalien, Gerüche) vorliegen.
Je nach Zustandsform sind teilweise sehr unterschiedliche Verfahrentechniken erforderlich.
Eine mechanische Abscheidung durch Zentrifugalkräfte oder Filter ist dann möglich, wenn die Partikel und Flüssigkeitströpfchen eine bestimmte Grösse und Masse aufweisen. Unter Umständen müsse Hilfsmittel zudosiert werden, die beispielsweise die Absorption an inerte Partikel hoher Dichte ermöglichen oder Oxidationsmittel (Ozon, Wasserstoffperoxid), welche wasserunlösliche Chemikalien in wasserlösliche umwandeln, die dann mit Wasser ausgewaschen werden können und zudem als solche bioabbaubar sind.
Die abgetrennten Stoffe sind sicher zu erfassen und fachgerecht zu entsorgen. Ist das nicht möglich, müssen die Stoffe verbrannt werden bevor die Abluft in die Umwelt gelangt. Häufig sind dabei strenge Grenzwerte einzuhalten.
Besondere technische Massnahmen sind erforderlich, wenn sich Inhaltsstoffe aus der Abluft zu entfernen sind, die sich beim Anreichern im Gemisch mit Luft entzünden oder gar explodieren können. Dazu zählen Aluminiumstäube, organische Partikeln oder Lösungsmittel.
Fachgerechte Abluftreinigung im Betrieb, auch wenn gesetzlich nicht immer vorgeschrieben, leistet einen Beitrag zum Schutz der Mitarbeiter, Luft und Wasser.




