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Grundsätze Wasseraufbereitung

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Es existieren heute Verfahren, mit denen Wasser fast jeder Qualität zu Trinkwasser aufbereitet werden kann und fast beliebig oft recycelbar ist, zumindest jedoch Abwasser in hochwertiges Brauchwasser umgewandelt werden kann.

Die Qualitätsanforderungen für die verschieden Wasserarten sind recht unterschiedlich. Die Trink­wasserqualität ist deutlich höher als Brauchwasserqualität zum Autowaschen oder zum Beregnen im der Landwirtschaft, jedoch deutlich niedriger als die Qualität von Wasser zur Herstellung von Arzneimitteln.

Mit Hilfe moderner biologischer, chemischer und physikalischer Verfahren sowie deren Kombinationen lassen sich gelöste und suspendierte Substanzen dem Wasser beliebig entnehmen und wieder hinzufügen. Das Wasser kann dann mit geeigneter Desinfektionstechnik sehr lange hygienisch einwandfrei gehalten werden. Begrenzt wird dies lediglich durch monetäre, umweltrelevante und ethische Aspekte.

Von umwelt- und ressourcen­schonender Wasser­aufbereitung für Industriebetriebe kann man sprechen wenn:

  • der Verbrauch an Chemikalien für die Aufbereitungsschritte gering ist.
  • die Entstehung von Nebenprodukten (Schlamm, Desinfektionsnebenprodukte), die entsorgt werden müssen, gering ist.
  • der Energieverbrauch (Wärme, Strom, Druckluft) gering ist und die Energie wiederum ebenfalls möglichst umwelt- und ressourcenschonend bereitgestellt wird.
  • die Produkt- und Werkstoffintegrität gewährleistet wird, bzw. die Auswirkungen minimal sind.

Vermutlich kann keine der Forderungen erreicht werden ohne die andere weniger zu erfüllen. Verbraucht man z.B. weniger Chemikalien steigt zwangsweise der verfahrenstechnische, biologische und energetische Aufwand, oder verzichtet man auf Chemikalien benötigt man mehr Energie und höheren verfahrenstechnischen Aufwand.