825 Quadratmeter für Bewegung und Sport

Viel Platz für Bewegung bietet die neue Doppelturnhalle.

Die offizielle Schlüsselübergabe (v.l.n.r.): Bauleiter Tobias Nitzl, Schulleiterin Christine Rhöse-Schmidt, Vorsitzender des SV Kumhausen, Robert Hettler, und Bürgermeister Thomas Huber.

Kumhausen. Zwei Monate früher als geplant ist die neue Doppelturnhalle an der Marlene-Reidel-Grundschule fertig geworden. Auch der Pausenhof sowie die Außenanlagen wurden komplett erneuert. Zur offiziellen Eröffnungsfeier am Freitag stellten Bürgermeister Thomas Huber und Rektorin Christine Rhöse-Schmidt heraus, wie wichtig Bewegung für die Gesundheit ist. Passend dazu führten die Kinder der Schule ein aufwendiges Theaterstück über „König Hüpf“ auf.  

Auch wenn die Digitalisierung in der Schule in Zukunft viel verändern werde, so könne doch keine App der Welt gesunde Bewegung ersetzen, stellte Schulleiterin Rhöse-Schmidt gleich zu Beginn fest. Damit für Bewegung auch genügend Platz ist, ist die neue Doppelturnhalle mit 825 Quadratmetern Fläche nun fast dreimal so groß wie die alte Turnhalle. Als „Leuchtturmprojekt der Gemeinde“ bezeichnete Bürgermeister Huber das Bauwerk, das in nur 15 Monaten, und damit zwei Monate früher als geplant, entstanden ist.

Der Belegungsplan der alten Turnhalle sei derart voll gewesen, dass reagiert werden musste, so Huber. „Wenn nur noch montags um acht Uhr früh Platz für Sportstunden ist, macht das für die Kinder wenig Sinn.“ Schon vor über fünf Jahren habe man sich daher auch mit dem SV Kumhausen getroffen, um deren Aktivitäten mit einzubeziehen.

Eine Sanierung der alten Turnhalle allein hätte den Bedarf nicht decken können, daher entschied man sich, neu zu bauen und auch die alte Halle beizubehalten. Die neue Halle ist nunmehr sowohl für die Schulkinder, als auch für den SV Kumhausen zugänglich.

Als 2014 die Finanzierung stand, erhielt das Ingenieurbüro Delta Immotec GmbH aus Geisenhausen den Zuschlag für den Bau. Im April 2015 stellte dieses schließlich einen ausgearbeiteten Entwurf vor. Dabei musste ein Mittelweg zwischen kindgerechter Schulturnhalle und klassischer Ballsporthalle gefunden werden. Bis auf ein paar Diskussionen über die Anbringung von Sprossenwänden und Ballfangnetzen habe es aber keine Komplikationen gegeben, so Huber.

Bauleiter Tobias Nitzl sprach dabei von einer „reizvollen Aufgabe“, die gute Zusammenarbeit mit 40 beteiligten Firmen hätte es ermöglicht, dass man sowohl unterhalb des Zeit- als auch des finanziellen Rahmens bleiben konnte. Die am Anfang nach Kostenberechnung veranschlagten reinen Baukosten von 2,91 Millionen Euro wurden um mehr als 100.000 Euro unterschritten. Damit sei eine gute Basis dafür geschaffen, auch die alte Turnhalle noch sanieren zu können.

Für den nun bewältigten Kraftakt dankte Huber dem Bauleiter, dem Bauamt und vor allem auch den Nachbarn, Lehrern und Eltern für ihre Geduld. Auch der Freistaat Bayern gewährte einen Zuschuss von 792.000 Euro. Entstanden sei eine moderne, kommunale, funktionierende Einheit, so Rhöse-Schmidt. Diese wurde von Dekan Alexander Blei anschließend gesegnet. Aufgrund der Topographie des Geländes wurde das Bauwerk abgesenkt, was zwei große Vorteile habe, so Huber. Zum einen könne nun barrierefrei angeliefert werden und zum anderen erscheine die große Halle von außen nun eher unauffällig.

Weitere Redner auf der Eröffnung waren der leitende Regierungsschuldirektor Josef Schätz, Schulrätin Sylvia Blank, der stellvertretende Landrat Alfons Satzl sowie der Vorsitzende des SV Kumhausen, Robert Hettler. Sie gratulierten der Gemeinde zu diesem tollen Bau und wünschten allen unfallfreie und schöne Sportaktivitäten.

Auch der Pausenhof sowie die Außenanlagen wurden erneuert, denn auch Außenräume wirken sich auf das Befinden von Kindern aus, so Rhöse-Schmidt. Mit einer Rechenschlange und einem „Lichtwand-Labyrinth“ seien nun sinnliche Elemente in den Hof integriert worden. Die Kinder umrahmten die Eröffnung mit einem Theaterstück. „König Hüpf“ war krank geworden, da er nur noch arbeitet und keine Zeit zum Hüpfen mehr hat. Keine Therapie schlug an, und weder Artisten noch Tänzer konnten ihn aufheitern. Erst als er sich wieder bewegte und hüpfte, war er geheilt.

 

Auszug aus der Landshuter Zeitung vom 24. Oktober 2017