Eine Baustelle wie aus dem Lehrbuch

Die Klassenzimmer im zweiten Stock sind fertig. Dort wird bereits unterrichtet.

Vilsbiburg. Zeit- und Kostenrahmen bisher (so gut wie) eingehalten – diese erfreuliche Nachricht haben die Mitglieder der Lenkungsgruppe zur Generalsanierung des Maximilian-von-Montgelas-Gymnasiums in Vilsbiburg bei ihrer letzten Sitzung erhalten.

 

Einen Überblick über die abgeschlossenen und noch ausstehenden Bauabschnitte gab Architekt Stefan Hopfensperger: Der erste Bauabschnitt wurde fristgerecht fertiggestellt. Die Abiturprüfungen konnten bereits in der Turnhalle geschrieben werden; dies war eine große logistische Entlastung für die Schule, die so nicht auf andere Räume ausweichen musste.
Bis Anfang August werden die Klassenzimmer im ersten Stock und im Erdgeschoss fertiggestellt. In den Sommerferien beginnt der dritte Bauabschnitt, bei dem die Umgestaltung der Computer-Räume und deren Erweiterung in Angriff genommen werden. Hopfensperger konnte zum bisherigen Stand ein positives Fazit ziehen: Insgesamt laufe die Baustelle sehr gut und liegt absolut im Zeitplan.
Projektsteuerer Marc Feil schilderte die Kostensituation: Bisher wurden etwa 78 Prozent der Arbeiten vergeben – das entspricht einem Wert von 11,5 Millionen Euro. Bezogen auf die geplanten Gesamtkosten lagen die bisherigen Vergaben weniger als ein Prozent über den zugrunde gelegten Planungen. Dies sei ein Spitzenwert für eine Generalsanierung, bei der aufgrund der Arbeiten am Altbestand immer wieder unvorhergesehene Schwierigkeiten auftreten können.
Auch die anstehenden Vergaben, u.a. für Medientechnik, Sonnenschutz und Elektro, lassen trotz einer florierenden Marktlage auf gute Ergebnisse hoffen. Bis zu den Sommerferien sollen alle Gewerke der noch anstehenden Bauabschnitte beauftragt sein.
Dabei lobten sowohl Architekt als auch Projektsteuerer die sehr gute Vorbereitung durch die Landkreis-Verwaltung: Durch präzise Vorarbeit und entsprechendem Vorlauf können mögliche Eventualitäten einkalkuliert werden, um böse Überraschungen und Nachträge zu vermeiden. Dies bestätigte auch Landrat Peter Dreier: "Wir können uns glücklich schätzen, dass diese Großbaustelle parallel zum Schulbetrieb so gut läuft – sowohl bei den Kosten als auch bei der Umsetzung."
Auch wenn eine Baustelle dieser Größenordnung während des Unterrichts an niemanden spurlos vorübergeht, sei die Stimmung in der Schulfamilie gut, schilderte Schulleiter Dr. Bernhard Steininger der Lenkungsgruppe. Für mehrere Klassen läuft der Unterricht bereits in den provisorischen Container-Klassenzimmern, aber auch das sei für die Schule machbar, zeigte sich Steininger überzeugt.
Im Anschluss machten sich die Mitglieder der Lenkungsgruppe bei einem Gang durch die Baustelle ein Bild vom abgeschlossenen ersten Bauabschnitt, insbesondere der sanierten Turnhalle. Diese wird von einem neuen Satteldach mit Lichtkuppeln überspannt und dazu kommt von einer Fensterreihe knapp unterhalb des Daches weiteres Tageslicht ins Innere. Anstelle der früheren Klinkerverblendung setzt jetzt eine dunkelblaue Akustikwand einen starken Akzent. Durch ihre neue Helligkeit und passende Farbgebung sei sie ein wahres Schmuckstück geworden, waren sich die Bauausschuss-Mitglieder einig.