Einweihungsfeier für das Mehrzweckgebäude in Ergolding

Auf der Südseite befindet sich die 190 Quadratmeter große Dachterrasse, auf der sich die Hortkinder ganz bestimmt wohl fühlen. Foto: Melanie Reilhofer

Ergolding. Die Sonne strahlte mit den zahlreich erschienenen Gästen vergangenen Freitagvormittag um die Wette. Dafür gab es auch einen guten Grund: Das Mehrzweckgebäude in der Bauhofstraße wurde feierlich eingeweiht. Mit dem Bau entstand ein großzügiges und modernes Zuhause für die Gemeindebücherei, Räume für die VHS und den viergruppigen Hort sowie vorübergehend Platz für die Mittagsbetreuung.

Aus dem ursprünglich angedachten eingeschossigen Bau entwickelte sich letztendlich das dreigeschossige Gebäude mit 2.700 m² Nutzfläche auf drei Ebenen. Errichtet wurde das Gebäude in Massivbauweise, barrierefrei, mit einem Aufzug bis zum zweiten Obergeschoss. Es gibt Zimmer zum Musizieren, Entspannen, Experimentieren und Lernen sowie eine großzügige Ausgabeküche. Im zweiten Obergeschoss ist die VHS eingezogen und anstelle des Jugendtreffs hat dort vorübergehend die Mittagsbetreuung freie Räume zugeteilt bekommen. Die Bauzeit belief sich auf knapp zwei Jahre – eine Bauphase, die es laut Bürgermeister Andreas Strauß in sich hatte: "Hier war einiges geboten. Ohne starke Nerven und Durchsetzungsvermögen wären wir sicherlich noch nicht so weit."

Die Gemeindebücherei im Erdgeschoss war der Grund, warum man überhaupt in die Planung des Gebäudes eingestiegen sei. Die alte Bücherei platzte aus allen Nähten, ein Aufzug fehlte und das Büchereiteam rief Aktionen und Projekte ins Leben, die das neue und große Gebäude sicherlich rechtfertigen, wie Andreas Strauß bestätigte.

Verantwortlich für die Gebäudeplanung und -einrichtung ist Architekt Josef Wiesmüller von der Delta ImmoTec GmbH, der von Beginn an das Projekt betreute:  

                                                                 "Wir stehen hier in einem Haus, das der Zukunft gewidmet ist",

freute sich Wiesmüller und betonte, es sei sicher eine der schönsten Aufgabenstellungen, die man sich vorstellen kann, für so ein Klientel ein Gebäude zu konzipieren, zu planen und zu errichten.

Landrat Peter Dreier nannte das entstandene Gebäude "bewundernswert". "Solche Einrichtungen gehören zu einer guten Lebensqualität", sagte Dreier und bezeichnete die Errichtung des Gebäudes als "weitsichtige Entscheidung für die Zukunft".  Sein Dank galt auch den ehrenamtlichen Mitarbeitern, "ohne Sie würde das alles nicht funktionieren".